Sie sind hier: Startseite » Netzwerk

Netzwerk

Austausch vor Ort: Die Dyspraxie-Regionalgruppen

Ein starkes Netzwerk lebt von der persönlichen Begegnung. Während der digitale Austausch über unsere Online-Plattformen eine unersetzliche tägliche Stütze ist, schafft das direkte Gespräch von Angesicht zu Angesicht eine ganz besondere Ebene des Vertrauens. Die Dyspraxie Deutschland Stiftung fördert und koordiniert daher den Aufbau von lokalen Dyspraxie-Regionalgruppen im gesamten Bundesgebiet. In diesen geschützten Räumen können sich Eltern, betroffene Jugendliche und Erwachsene regelmäßig treffen, persönliche Erfahrungen austauschen, regionale Tipps teilen und vor allem eines spüren: Wir sind nicht allein!

Fachärzte, Reha-Kliniken und SPZ

Der Weg zu einer verlässlichen Diagnose und dem passenden Behandlungsplan ist in Deutschland oft lang und kräftezehrend. Wir wollen diese Lücke schließen und hierzulande ein Netzwerk aufbauen, indem wir Kontakte zu sensibilisierten Fachärzten, spezialisierten Rehabilitations-Kliniken und Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) bündeln. Diese Institutionen verfügen über die notwendige interdisziplinäre Expertise, um das Störungsbild der Dyspraxie (DCD/UEMF) frühzeitig und präzise abzugrenzen. Durch gezielte Weiterempfehlungen an erfahrene Mediziner und spezialisierte Reha-Einrichtungen wollen wir Familien dabei helfen, wertvolle Zeit zu sparen und frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen.

Therapeuten für Ergotherapie, Logopädie und mehr

Die kontinuierliche, passgenaue Therapie ist der Schlüssel, um Meilensteine im Alltag zu meistern und Frustrationen abzubauen. Unser Dyspraxie-Verzeichnis listet qualifizierte Therapeuten aus den Bereichen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie, die mit den spezifischen Herausforderungen des Handicaps vertraut sind. Ob es um die Verbesserung der Grob- und Feinmotorik geht, um die Unterstützung bei verbaler Dyspraxie (kindliche Sprechapraxie) oder das Erlernen von cleveren Alltagsstrategien (wie dem CO-OP-Ansatz): Wir vernetzen Sie mit Fachkräften, die Dyspraxie-Betroffene individuell, empathisch und auf Augenhöhe fordern und fördern.

Weitere Kontakte und Partner im Alltag

Dyspraxie betrifft alle Lebensbereiche – deshalb soll unser Netzwerk zukünftig weit über den medizinisch-therapeutischen Sektor hinaus reichen. Wir bieten Orientierung und vermitteln Kontakte zu weiteren wichtigen Akteuren im Alltag von Betroffenen. Dazu gehören erfahrene Schulbegleiter und Inklusionsassistenten, Beratungsstellen für den schulischen und beruflichen Nachteilsausgleich sowie Integrationsfachdienste für erwachsene Betroffene. Auch der enge Schulterschluss mit befreundeten Selbsthilfeorganisationen und internationalen Dyspraxie-Verbänden sorgt dafür, dass wir bewährte Konzepte bündeln und das Rad nicht jedes Mal neu erfinden müssen.

Universitäten und FHs - Forschung und Lehre

Um den Status Quo der Dyspraxie in Deutschland langfristig und wissenschaftlich fundiert zu verbessern, will die Dyspraxie Deutschland Stiftung eine Brücke zu akademischen Institutionen bauen. Wir wollen zukünftig eng mit Universitäten und Fachhochschulen (FHs) in den Bereichen Heilpädagogik, Rehabilitationswissenschaften, Gesundheitswesen, Medizin, Medizintechnik, Logopädie und Ergotherapie zusammenarbeiten. Durch das Unterstützen von wissenschaftlichen Studien, das Initiieren von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Gastvorträge in der Lehre wollen wir zudem dafür sorgen, dass das Wissen über Dyspraxie bereits in der Ausbildung der Fachkräfte von morgen fest verankert wird.