Studien und Umfragen
Fundiertes Wissen für eine bessere Zukunft
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind der Schlüssel zu nachhaltiger Veränderung. Während Dyspraxie im internationalen Raum bereits Gegenstand zahlreicher klinischer Studien ist, steckt die Forschung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Die Dyspraxie Deutschland Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Zustand grundlegend zu ändern. Wir wollen wissenschaftliche Forschungsarbeiten, Studien und Umfragen initiieren, unterstützen und begleiten. Unser Ziel ist es, eine solide, im deutschsprachigen Raum verankerte Datenbasis zu schaffen, die das unsichtbare Handicap messbar macht und die medizinische sowie gesellschaftliche Anerkennung auf ein neues Niveau hebt.
Die Ursachen entschlüsseln
Warum entsteht Dyspraxie und wie genau läuft die veränderte Informationsverarbeitung im Gehirn ab? Obwohl feststeht, dass es sich um eine neurobiologische Entwicklungsstörung handelt, sind viele neuronale Mechanismen, genetische Faktoren und Einflüsse auf die frühkindliche Hirnentwicklung noch unzureichend erforscht. Die Stiftung will wissenschaftliche Projekte unterstützen, die sich mit den biologischen und neurologischen Ursachen der Dyspraxie befassen. Nur wenn wir die tieferen Ursachen vollends verstehen, können wir Vorurteile abbauen und langfristig noch präzisere, präventive Ansätze für betroffene Kinder und Erwachsene bekommen.
Standardisierte Diagnose-Kriterien entwickeln
Der Weg zur Diagnose Dyspraxie gleicht in Deutschland oft einem jahrelangen Hürdenlauf voller Fehldiagnosen. Das liegt maßgeblich daran, dass es an bundesweit einheitlichen, flächendeckend etablierten Screening-Verfahren in der pädiatrischen Praxis fehlt. Wir setzen uns intensiv für die Erforschung und Etablierung valider, standardisierter Diagnose-Kriterien ein. Durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten wollen wir praxisnahe Testverfahren entwickeln und validieren, die es Kinderärzten, Therapeuten und Psychologen ermöglichen, eine motorische, ideatorische oder verbale Dyspraxie bereits im frühen Kindergartenalter bzw. zu Beginn der Schulpflicht zweifelsfrei zu diagnostizieren.
Therapieansätze auf dem Prüfstand
Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie oder spezielle Coaching-Methoden – die Auswahl an therapeutischen Angeboten ist groß, doch welche Ansätze erzielen langfristig die besten Erfolge? Die Dyspraxie Deutschland Stiftung will klinische und therapeutische Studien unterstützen, welche die Wirksamkeit (Evidenz) einzelner Therapieformen und moderner Konzepte wie den CO-OP-Ansatz untersuchen. Durch die wissenschaftliche Überprüfung und Dokumentation von Therapieerfolgen wollen wir handfeste Argumente gegenüber Leistungsträgern und Krankenkassen schaffen, um eine unkomplizierte, langfristige und maßgeschneiderte Kostenübernahme für Betroffene durchzusetzen.
Umfragen und Praxisstudien
Erfolgreiche Wissenschaft darf nicht im Elfenbeinturm stattfinden, sondern muss nah am Menschen sein. Zentrale Bausteine unserer wissenschaftlichen Arbeit sind daher breit angelegte Umfragen und empirische Praxisstudien innerhalb unserer eigenen, starken Community. Indem wir die direkten Erfahrungen, Alltagsbarrieren und Bedürfnisse von Familien mit Dyspraxie-Kindern sowie erwachsenen Dyspraktikern systematisch erfassen und auswerten, verleihen wir den Betroffenen eine wissenschaftliche Stimme. Diese wertvollen Daten aus der Praxis wollen wir Universitäten und Forschungseinrichtungen für wichtige Impulse für neue, patientenorientierte Forschungsfragen liefern.