Unsere Ziele für Dyspraxie in Deutschland
1. Offizielle Stimme für Menschen mit Dyspraxie
Die Dyspraxie Deutschland Stiftung verschafft den mehr als 2,2 Millionen betroffenen Kindern, Erwachsenen und ihren Familien in Deutschland eine offizielle und unüberhörbare Stimme im Gesundheitssystem, in der Politik und in der Öffentlichkeit, die es in dieser Form zuvor nicht gab.
2. Diagnostik, Therapien und Akzeptanz verbessern
Ein zentrales Anliegen ist es, die Akzeptanz und Bekanntheit des Handicaps in Deutschland grundlegend zu steigern. Gleichzeitig setzt sich die Stiftung dafür ein, die Rahmenbedingungen für frühzeitige Diagnosen, zielgerichtete Therapien und alltägliche Unterstützungsmöglichkeiten spürbar zu optimieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Grundlagen, Leitlinien und Szenarien für Dyspraxie-Betroffene für eine bessere Differenzierung und eine fundiertere Unterstützung bei diesem Handicap (u.a. durch eine aktive Mitarbeit an den zukünftigen AWMF-Leitlinien für UEMF). Darüber hinaus ist die Durchsetzung einer eigenen Leítlinie für Dyspraxie das erklärte Ziel, da die UEMF als „Diagnose-Sammelbecken“ viele Dyspraxie-Bereiche nicht ausreichend behandelt.
3. Ausbau von Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit
Das noch weitgehend unbekannte und „unsichtbare“ Handicap soll in Institutionen wie Behörden, Schulen, Kindergärten, Sportvereinen sowie Therapie- und Arztpraxen besser verstanden und früher erkannt werden. Zu den konkreten PR-Maßnahmen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit gehören:
- der Aufbau eines regelmäßigen E-Mail-Newsletters
- die Etablierung eines eigenen (Online-)Magazins zur Dyspraxie (Leben mit Dyspraxie)
- die Verbreitung von Fachartikeln und Studienergebnissen zur Dyspraxie
- die Veröffentlichung von Erfahrungsberichten Betroffener
Auch das Dyspraxie-Know-how ist ein wichtiger Bestandteil zur Vermittlung von Basiswissen zur Dyspraxie.
4. Langfristige und stabile Unterstützung sichern
Anstelle von punktuellen Einzelaktionen will die Dyspraxie Deutschland Stiftung den systematischen und langfristigen Aufbau von versierten und zuverlässigen Anlaufstellen, Events und Unterstützungsangeboten für Familien mit Dyspraxie-Kindern sowie für erwachsene Betroffene fördern und sichern. Dazu gehört auch die Fortführung und Intensivierung bewährter Formate wie der Dyspraxie-Deutschland-Woche (DysDW) und des Dyspraxie-Familien-Forums.
5. Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland
Das aktuell bestehende Selbsthilfegruppen-Netzwerk mit aktuell 30 Regionalgruppen soll weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, bundesweit bis zu 100 regionale Selbsthilfegruppen ins Leben zu rufen und diese aktiv beim Austausch von Dyspraxie-Betroffenen vor Ort zu unterstützen.
6. Vernetzung von Medizin und Forschung
Auf Inititative und mit Unterstützung der Dyspraxie Deutschland Stiftung sollen mehr Studien und Forschungsprojekte in Deutschland angestoßen und realisiert werden, um mehr evidenzbasierte Daten und Fakten zur Dyspraxie zu bekommen, die in Deutschland ihren Ursprung haben. Hier streben wir eine Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten zwecks Ermittlung weiterer Ansätze, Daten, Fakten und Hintergründe zu Auswirkungen der Dyspraxie an - u.a. zu den Schwerpunkten Dyspraxie im Alltag, in der Schule und im Berufsleben.
7. Aufbau eines Experten-Verzeichnisses
Das Dyspraxie-Verzeichnis Deutschland soll dabei unterstützen, nicht nur Ärzte und Therapeuten mit Erfahrungen zum Handicap Dyspraxie aufzuspüren, sondern auch weitere Kontakte benennen, die über Dyspraxie "Bescheid wissen" oder dazu gute Hilfsmittel, Informationen, Lösungen und Therapieansätze anbieten.